Runder Tisch Holweide
Runder Tisch Holweide

AKTUELLES

Forum Kultur, Freizeit und Bildung am Donnerstag 21. Oktober um 18.30 Uhr

Treffpunkt wird nach Ihrer Anmeldung bekanntgegeben: voegeli@runder-tisch-holweide.koeln

 

Forum Wohnen und Nachbarschaft am Donnerstag 4.November um 18 Uhr

Bei unserem 2. Spaziergang (30.9.) stand die Natur im Vordergrund und wir sprachen u.a. über die Anlage von Wildblumenwiesen. Bei unserem Treffen am 4.11. wollen wir über die Ergebnisse debattieren und gemeinsam überlegen, wie wir das Thema „Grün in Holweide“ vorantreiben können. Wir freuen uns auf MitstreiterInnen. Wenn Sie teilnehmen möchten, schicken Sie bitte eine E-Mail an schlaeger@runder-tisch-holweide.koeln . Wir werden Sie dann kurz vor der Veranstaltung über den Treffpunkt informieren.

Geräuschlose Abwicklung des Krankenhausstandortes Holweide

Gefahr für die Grund- und Regelversorgung in Köln-Mülheim

 

In den letzten Monaten erreichten uns besorgte Anfragen  zur Zukunft der stationären Versorgung in Köln-Mülheim. Die angestrebte und schon begonnene Abwicklung des Krankenhauses Holweide löst in weiten Teilen der Bürgerschaft Unsicherheiten und Ängste aus, ob auch künftig die im Notfall ausreichende und rechtzeitige stationäre Behandlung zur Verfügung stehen wird.

 

Für Außenstehende und Nichtfachleute ist es äußerst schwierig, die Situation der Kliniken und die Sinnhaftigkeit von Strategien zur Verbesserung, vor allem der wirtschaftlichen Situation (50 Mio. Euro Defizit in Holweide oder der gesamten städtischen Kliniken?) zu beurteilen. Da ein Teil der Holweider Klinik „lediglich“ aus Personalmangel und unzureichenden baulichen Voraussetzungen nicht betrieben werden kann, bildet die niedrige Auslastung von 54% - auch die Zahl wäre zu hinterfragen - nur bedingt den tatsächlichen Bedarf ab.

 

Aber es geht ja nicht um die bloße Erhaltung eines Gebäudes, sondern um die Sicherung notwendiger und guter Versorgung. Zentral wichtig scheint uns vor allem die Sicherung der Grundversorgung für innere Medizin, allgemeine Chirurgie und Notfallversorgung.

 

Dazu kommt, dass die stationäre Versorgung im Rechtsrheinischen auch schon mit dem Krankenhaus Holweide hinter dem Linksrheinischen zurückfällt. Legt man die Einwohnerzahl von 2018 zugrunde, kommt man zu dem Ergebnis, dass im Rechtsrheinischen 37% der Kölner mit 31% (ca. 27% bei Wegfall von Holweide) der Kölner Krankenhausbetten versorgt sind.

 

Was uns und viele BürgerInnen vor allem irritiert, ist das Fehlen von konkreten Informationen, wie ein gut ausgelasteter Klinikstandort Merheim, die in Holweide geplante Reduzierung von 292 Betten ohne Qualitätsverlust in der Versorgung kompensieren will. Immerhin würden renommierte Fachkliniken wie Frauenklinik, Perinatalzentrum, Brustzentrum, Spezialchirurgie, HNO, die zum Teil in den letzten Jahren mit viel Geld zu hochmodernen Behandlungszentren ausgebaut worden sind, und die für den Stadtteil notwendige Akutversorgung wegfallen.

Allein vor diesem Hintergrund ist die Sicherung der Grund- und Regelversorgung von über 150.000 KölnerInnen nur mit einem Erhalt des Klinikstandortes Holweide zu erreichen.

 

Völlig unverständlich ist, wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass das Krankenhaus Holweide seit 2019 als „nicht mehr zu retten“ präsentiert wird. Was genau haben die Verantwortlichen in den zehn Jahren davor getan, um den Standort Holweide in einen auch wirtschaftlich vertretbaren Zustand zu entwickeln?

 

Vorletzte Woche haben wir den beigehefteten Brief über die Ratsfraktionen an die stimmberechtigten Mitglieder des Gesundheitsausschusses geschickt. Neben den Grünen und der CDU, die uns beide noch einmal die wirtschaftlich schwierige Situation der Klinik beschrieben und ganz allgemein den Erhalt der Versorgungsqualität im Rechtsrheinischen versichert haben, hat Die Linke in einem Gespräch bekräftigt, dass sie für den Erhalt des Krankenhausstandortes Holweide ist.

 

Wir bitten Sie, soweit es in Ihren Kräften steht, Ihre Nachbarschaft und Ihren Bekanntenkreis zu informieren.

 

Die Zeit drängt, da Ende Oktober eine Aufsichtsratssitzung stattfindet, in der finale Entscheidungen zu 2+1 (Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße/Kliniken Merheim + Gesundheitsstandort (kein Krankenhaus) Holweide mit 115 Betten) diskutiert und getroffen werden soll.

 

Bitte teilen Sie uns Ihre Meinung mit, schicken Sie uns gerne Vorschläge, was wir noch unternehmen könnten und/oder fragen Sie direkt bei dem für Holweide zuständigen Ratsmitglied nach. Es geht um nicht mehr und nicht weniger als um die Qualität der notwendigen medizinischen stationären Versorgung im Stadtteil.

 

Der Runde Tisch Holweide wird sich weiter mit dem Thema befassen und gegebenenfalls eigene Aktivitäten vorstellen.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Lis Nörgaard, 2016

E-Mail