Runder Tisch Holweide
Runder Tisch Holweide

Barbara Kriebeler, 29. April 2017

 „In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst.“, diesen Satz von Augustinus Aurelius hat Barbara gelebt. Ende 2014 hat sie maßgeblich an der Entstehung des Runden Tisches Holweide mitgewirkt. Die Selbstverständlichkeit, mit der sie sich für ein soziales Gemeinwesen einsetzte, gepaart mit einer ordentlichen Portion Eigensinn und ansteckendem Tatendrang, der auch in den letzten Monaten kaum nachließ, ließ sie zur Seele des Runden Tisches Holweide werden. Sie konnte offen und mit unverbrauchter Neugier auf Menschen zugehen, auch auf Menschen, die sie nie zuvor gesehen hat. Wir verlieren eine liebe Freundin, eine wache und achtsame Nachbarin und eine engagierte Holweiderin, die sich dafür eingesetzt hat, dass Menschen, die hier leben, miteinander in Kontakt kommen. Die Lücke, die Barbara hinterlässt ist groß. Gespräche über nächste Aktionen oder lokal- oder weltpolitische Ärgernisse werden wir zukünftig ohne sie führen müssen. Die Frage, was sie dazu gesagt hätte, wird uns noch lange in den Sinn kommen. Wir trauern um Barbara Kriebeler und sind gleichzeitig sehr froh darüber, dass wir sie gekannt haben, und das sie auf unterschiedliche Art und Weise unser Leben bereichert hat.

Sabine Nikodem,1. März 2017

Sabine war mehr als 25 Jahre Mitarbeiterin und Geschäftsführerin der „Holweider Selbsthilfe e.V.“ Sie hat den Runden Tisch Holweide mit ins Leben gerufen und war bis zu ihrer Erkrankung aktives Mitglied in der Koordinationsgruppe und im Forum Wohnqualität. Wir verlieren eine Akteurin in Holweide, die viele Jahre dafür gearbeitet hat, dass Menschen, die hier leben, miteinander in Kontakt kommen und ihr Lebensumfeld gemeinsam verbessern können. Die Endgültigkeit des Verlustes trifft uns, trotz ihrer schweren Erkrankung, unvorbereitet und lässt uns mit unserer Trauer hilflos zurück.

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© Lis Nörgaard, 2016